Paniiikkkk!!!!

Nööö! Keine Panik. 🙂

Nur manchmal das Gefühl ganz dringend eine Tischkante durchbeißen zu müssen. Aber nach einem halben Fläschchen Baldrian (kennt ihr oder? „Ballldrian! Ballldriaaaahhnn!“ 😉 ) und einer Currywurst geht es dann wieder.

Glaubt mir bestimmt wieder niemand, oder?

Naja, das kann ich gut verstehen – stimmt ja auch nicht 😉

Im Ernst: die Dinge spitzen sich manche Tage ordentlich zu und dann kriegst du das Gefühl, dass gleich der ganze Berg über dir zusammenklappt oder du irgendjemand mal ein bisschen würgen solltest… Gott sei dank, legen sich aber beide Gefühle rel. schnell wieder. Heute war es nach der langen Arbeitsnacht (23.00 Uhr war Feierabend im SCM Shop Fallersleben) doch etwas hektischer als sonst. Ilona musste dienstlich weg, die beiden Tage Urlaub waren vorüber und gleichzeitig musste ich meinen ganzen Tagesplan umwerfen. Geplant war mit Johannes die zweite CD Gondel fertig zu bauen (eine Seitenplatte hatte ich nachbestellen müssen). Statt dessen standen wir gestern spät abends im SCM Shop, schauten uns die gefüllten Regale an und sagten uns: „So RICHTIG gefüllt sehen die aber noch nicht aus.“

Das stimmte allerdings. Wir waren bei der Warenbestellung wohl doch etwas zu vorsichtig gewesen. So beschlossen wir, heute sofort nachzuordern, damit wir diese Bücher auch noch VOR dem 01. August bekommen. Also saßen wir gestern abend noch auf dem Sofa und schauten uns weitere Waren zur Bestellung durch. Ich weiss gar nicht mehr genau, wann wir letztendlich ins Bett gegangen waren. Es war auf jeden Fall schon heute.

Und dann kam heute früh wirklich ALLES auf einmal. Sicher, es waren nur ein paar Minuten, aber die hatten es echt in sich.

Ich hatte schon die erste Bestellung online aufgegen. Dann kam Johannes, dem ich gar nicht hatte absagen können. Er hatte dennoch Lust etwas anderes zu helfen, also fand ich „zufällig“ auch etwas für ihn zu tun. Gleichzeitig kamen aber auch die Elektriker, die die Leuchten montieren wollten. Da nun schon überall Bücher, CDs, DVD Bodendisplays, Möbel und die neue Kaffeemaschine im Shop waren, wollte ich natürlich besonders auf Vorsicht im Umgang mit grobmotorischen Aktionen, dem Einsatz von Bohrmaschinen, Presslufthämmern, Bergepanzern und Schokoladenfingern hinweisen. Das ging leider nicht, denn ich hatte den lieben Herrn Fritz am Telefon, den ich davon überzeugen wollte, die gleich von mir bestellte Ware noch diese Woche im SCM Shop Fallersleben eintreffend zu bearbeiten.

Leider kam ich nicht ganz dazu, denn nun stiefelte mein werter Herr Vater herein. In der Hand einen großen Koffer mit einer Bohrmaschine und über der Schulter einen eisernen Bock. So ging er durch den Shop und stellte die sichtlich durch die Arbeit  verschmutzten Sachen in den Kassenbereich an MEINEN schönen selbstgebauten Kassentresen! Ich wollte abwehren, gestikulierte und unterbrach schliesslich kurz mein Telefonat – er liess sich aber nicht davon abbringen. „Die Sachen stören doch nicht.“ – Das denkt ER! Dann begann er sofort einen Monolog mit mir, über die Dinge die er am Freitag für mich erledigen wolle. Ich sollte nun zuhören, denn mein Telefonat schien ihn nicht im Geringsten zu stören, und gleichzeitig benanntes Telefonat weiterführen.

Im hinteren Bereich krachte es plötzlich. Ich drehte mich hektisch um, doch ein Elektriker hatte nur seinen Werkzeugkoffer etwas zu hart aufgesetzt.

Es gab eine Leitungsstörung im Telefon. Während ich versuchte, wieder das Gespräch mit Herrn Fritz aufzunehmen, stellte mein alter Herr mir Fragen über diverse Werkzeug und ob ich gleich mal Zeit hätte.
Ich deutete an, dass ich t-e-l-e-f-o-n-i-e-r-t-e!
„Ja, Herr Fritz. Freitag wäre in Ordnung, dann haben wir noch Zeit zum Etikettieren und…“
„Holst du mit mir nun die Böcke?“ (Vater)
„… Einräumen.“
„Was ist nun?“ (Vater)
„Entschuldigung, Herr Fritz!“ Hand auf die Sprechmuschel: „Ich telefoniere!!“
„Na, dann mach doch!“

Im Film gäbe es jetzt eine Szene, wie sie ganz hervorragend in „Ferris macht blau“ gemacht ist. Es gibt einen Schnitt, alles wir dunkel. Während es langsam heller wird, schwillt ein langgezogener Schrei an und wird immer lauter, während die Kamera aus einem weit aufgerissenen Mund langsam und passend zum anschwellenden Schrei zurückzoomt, bis schliesslich das ganze Gesicht eines jungen Mannes zu sehen ist, der mit weit aufgerissenen Augen diesen Schrei ausstößt. Man sieht ihm an, dass er jeden Moment entweder a) völlig durchdreht oder b) Amok läuft oder c) einfach nach hinten umkippt…

Ok, die Szene spielte sich heute früh natürlich nicht ab.

Herr Fritz zeigte Mitgefühl und beendet seinerseits das Telefonat mit dem Versprechen sich um alles zu kümmern. (Er hielt dieses versprechen  auch ein. Am frühen Nachmittag erhielt ich Nachricht, dass die Nachbestellung am Freitag kommen würde. – Guter Mann!)

Johannes erklärte sich bereit meinem Vater zur Hand zu gehen, was mich natürlich entlastete, denn ich wollte ja die Bestellung so schnell wie möglich rausgeben.

Der Elektriker hatte sich „gefunden“ und begann mit der Leuchtenmontage. – Ok, es dauerte noch einige Zeit, da es dies und das noch en Detail zu besprechen gab. Außerdem musste ich noch einmal zum Schreiner („Tischler“ für Norddeutsche 😉 ), um Spanplatten zu holen, die für die Leuchten benötigt wurden. Die Einzelheiten lasse ich weg. Sie würden nur noch mehr langweilen…

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Aber: Ich konnte die Bestellung tatsächlich noch rechtzeitig am frühen Vormittag rausgeben!

Die Vermieterin kam kurz rein und brachte mir einen Ausschnitt der aktuellen Tageszeitung. Es war tatsächlich ein Foto aus dem SCM Shop, das gestern nachmittag gemacht wurde, dort zu sehen. Zusammen mit einem Bericht über verschiedene Geschäftsräume, in die demnächst wieder „neues Leben“ einziehen sollte. Der Artikel beschrieb sehr gut unser Angebot, nur in der zweiten Überschrift war wieder vom „Christen Shop“ die Rede.

Tischkante…. die lernen das wohl niemals!

Im Laufe des Tages kam dann auch noch Heike. Sie kürzte und schraubte mit einer Engelsgeduld Schiebegardinen, schlug sich mit kleinen Madenschrauben, zu dicken Bleistiften und fast zu hohen Gardinenstangen herum, aber am Ende hatte sie alle acht angebracht. Sauber! 🙂

Ich schaffte es auch noch die gesamte Technik im Kassenbereich einzubauen. Kassenschublade, Monitor, Tastatur, Bondrucker, Maus, Scanner und EC Kartengerät, das auch erst am Mittag installiert worden war. Alles kam an seinen Platz. Ich musste dazu zwar ein ca. 6 cm großes Loch in meine Tresenplatte bohren (MEINE Tresenplatte ist kaputt!!), aber der Elektriker lieh mir seinen Kreisbohrer und so wurde der Kabeldurchlass sauber und schön.

Nach 18.00 Uhr wurde es dann richtig ruhig im SCM Shop. Alle Handwerker und Helfer waren fort. Die Leuchten leuchteten – und es war ruhig.

Ich finde immer wieder: Ruhe ist ein tolles Geräusch. (So könnte man einen Prosabändchen betiteln: „Ruhe ist mein Lieblingsrauschen“ oder so… 😉 )

Ich klebte noch die Glasstreifen in eine Hälfte der fertigen CD Gondeln und sicherte sie mit Klammern, bevor ich schließlich auch heimging.

Die vielen anderen Kleinigkeiten des Tages und die Fahrt in den Baumarkt erspare ich euch jetzt einfach mal, denn es ist doch schon wieder nach zehn…

Deshalb:

Gute Nacht!

A. K.

Inhaber einer bald öffnenden, wunderbaren christlichen Buchhandlung im Großraum Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt.

Noch 4 Tage!

 

 

Christen Shop

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