Wo soll das nur hinführen?

Ja, es mag sein, das der eine oder andere mich gleich für seltsam halten wird. Schließlich mecker ich ja nur wieder herum, weil dem Gesetz genüge getan wurde.

Gesetz ist mal wieder das Eine. Der Hintergrund hinter der ganzen Geschichte, der mir dabei jedoch hochkommt (im wahrsten Sinne des Wortes), ist ein ganz Anderer.

Doch einfach mal der Reihe nach:

Zwar hatte ich heute schon in der Tageszeitung gelesen (online. Na klar! 😉 ), aber eben bei einem kurzen Spaziergang (Was, der macht nach dem ganzen Tag auf den Beinen, noch einen Spaziergang? – Yess! Nennt mich Rambo!! 😉 ), da entdeckte ich im Aushang dieser besagten Tageszeitung eine kleine Meldung, die ich jetzt mal hier wiedergeben möchte:

Almosen mit Bußgeld bestraft

In den USA ist ein Mann wegen Umweltverschmutzung angeklagt worden, weil er einem gelähmten Bettler aus dem fahrenden Auto heraus eine Handvoll Dollar gegeben hat. Jetzt droht ihm ein hohes Bußgeld, berichtete die „Ärzte-Zeitung“. Bei der raschen Übergabe des Geldes war nämlich eine Banknote heruntergefallen. Prompt wurde der Autofahrer von der Polizei angehalten. John Davis muss nun mit etwa 500 Dollar Bußgeld rechnen.

[Ende der Meldung]

Ich kann auch jetzt (das ganze ist erst ca. 15 Minuten her, denn wir waren schon auf dem Heimweg), noch gar nicht genau sagen, wie ich auf diese Meldung reagieren soll. Ich schätze, das wird sich jetzt im laufe des Schreibens entwickeln.

Das Erste, was mir durch den Kopf schoß war: „Sind die noch ganz dicht?“

Das Zweite war: „Wie verrückt muss die Menschheit eigentlich noch werden?“

Und dann weiter: „Da steckt doch der Feind dahinter!“

Klingt für Einige von euch vielleicht etwas befremdlich, aber das war genau die Reihenfolge.

Mal ehrlich: wie krank muss doch auch ein Polizist sein, der einen Mann anzeigt, weil ein Geldschein bei der Übergabe an einen Bettler heruntergefallen ist? Sorry, das kriege ich einfach nicht auf den Schirm! Selbst, wenn ich darüber nachdenke, will es nicht in meinen Schädel. Da sehe ich als „Staatsdiener“, dass jemand ein Stück Papier auf den Boden wirft (so scheint es wenigstens). Ok, meine Vorschriften sagen mir, dass ich nun einschreiten muss. (Schlimm genug, dass „jeder“ seinen Müll einfach auf die Straße wirft, nur weil er oder sie schlicht und ergreifend zu stinkend faul sind, ihren Scheiss mit bis zum nächsten Mülleimer zu schleppen und davon ausgehen, dass schon irgendein Idiot den Dreck wegmachen wird. Schließlich zahlt man doch Steuern…)

Doch spätestens, wenn der Polizist gemerkt haben müsste, was dort „weggeworfen“ wurde, sollte sich doch das letzte bisschen Verstand einschalten. Aber nein! Das ist Umweltverschmutzung. 500 Dollar Strafe.

Und was ist mit dem Gelähmten? Na, ist mir doch egal, soll der Penner doch bleiben wo er will. Verschandelt eh nur das Straßenbild und macht mir Arbeit.

Ja, ich bin böse. Aber wirklich: bei sowas geh ich ab wie ein Zäpfchen!

Was geht in solchen Menschen vor? Sind die so kalt? Sind die so distanziert? Sind die einfach nur doof? Sind die knallhart und emotionslos?

Ich weiss es nicht. Auch weiss ich nicht, ob der Hergang im Artikel genau so war, wie es beschrieben wurde. Ich war nicht dabei. Dennoch schaffte es diese Meldung bis auf die Titelseite.

Doch was bewirkt sie beim Leser? Was soll sie bewirken? Worum geht es dabei?

Geht es darum „die Amerikaner“ wieder einmal vorzuführen? Soll die Engstirnigkeit von Polizisten angeprangert werden? Geht es einfach nur darum eine Meldung zu haben, die beim Leser Kopfschütteln hervorruft?

Oder sagt diese Meldung: Schaut, mal wie kalt und durchgeknallt diese Menschen sind. IIICCCHHHH bin ja GAAAAANNZZZZ anders!!

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Für mich ist es immer wieder das selbe: „die Menschen“ (ich weiss, das ist pauschal!) werden immer egoistischer und kümmern sich einen Scheiss um den anderen. Er wird immer nur so lange hofiert und eingeschleimt, wie man aus ihm Profit ziehen kann. Bringt er den nicht mehr, kann er einem gestohlen bleiben. Dann wird „diese Welt“ (schon wieder pauschalisierend, aber das soll es nur deutlicher machen) immer noch ein Stück kälter und noch ein Stück kälter.

Und, das sage ich an dieser Stelle ganz deutlich, ist ein Erfolg für den Feind der Menschen: den Satan! (nennt es wie ihr wollt, ich nenne es so)

Die Saat geht mehr und mehr auf. Menschen die ohne Glauben aufwachsen, verlieren nach und nach die Wertschätzung gegenüber anderen. Das Ego wird überbewertet. Woran sollen sie sich denn auch sonst halten? Wer keinen mehr über sich hat, ist eben selbst an der Spitze. (Entschuldigung Herr Schmidt-Salomon, sie sehen das anders und sind auch der Meinung, dass religiöse Erfahrungen nur synaptische Aktionen eines Hirnlappen sind. Hoffe, ihnen geschieht das mal selbst. Dann reden wir weiter)

Ich schweife ab.

Will sagen: ein Glaube bringt immer auch Werte mit sich. Und wer Werte hat, der verhält sich anders gegenüber seinen Mitmenschen. Auch ein islamistischer Bombenleger empfindet Mitleid mit einem Gelähmten und gibt sein Almosen an ihn.

Leute erzieht eure Kinder zum Glauben! Zwingt sie nicht zu irgendetwas, aber gebt ihnen eine Chance. Es ist nett zu hören, das manche Eltern ihren Kindern keine „Religion“ aufzwingen wollen. Gut so. Sie sollen „später mal“ selbst entscheiden, was sie machen möchten. Bullshit! Wenn ich meinen Kindern eine Entscheidungsmöglichkeit geben will, dann muss ich ihnen wenigstens auch die Chance geben, zwischen mindestens zwei Alternativen zu wählen. Wenn ich ihnen nie von Gott erzähle, dann wissen sie nichts von ihm. Wofür oder wo gegen sollen sie sich dann entscheiden?

Erklärt ihnen, was Leute „glauben“, die nicht an Gott glauben.

Erklärt ihnen, was Leute glauben, die an einen Gott glauben.

Erzählt ihnen, welche Glaubensrichtungen es gibt.

Schickt sie in den Religionsunterricht.

Zwingt sie nicht, sich für oder gegen einen Glauben zu entscheiden. Aber zwingt sie, sich die Alternativen anzuhören. Denn nur DANN können sie entscheiden. Auch bei z.B. Mathematik wird nicht gefragt, ob das jemand machen will oder nicht. Das gehört zur Allgemeinbildung. Die Entscheidung, ob ich Mathematiker werden will oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn ich weiss, welche Glaubensrichtungen es gibt, heisst es noch nicht, dass ich auch glauben werde. Aber ich kann mich dazu entscheiden. Wenn ich will. Kenne ich nichts von alledem, kann ich mich nicht für oder dagegen entscheiden.

Und egal welche Glaubensrichtung das Kind einschlägt, es werden immer Werte bei ihm hängen bleiben, die es das Leben lang begleiten. So wie man irgendwann mal gelernt hat, schriftlich Wurzeln zu ziehen. Vielleicht braucht man es nie wieder oder lange Zeit nicht. Aber wenn man es dann benötigt, kennt man es schon.

So auch mit dem Glauben. Vielleicht werden eure Kinder niemals gläubig. Aber wenn doch, dann haben sie eine Grundlage.

Und wenn sie diese Grundlage haben, dann haben sie auch Werte. Und wenn sie Werte haben, dann werden solchen Aktionen, wie sie im obigen Zeitungsartikel beschrieben wurden, weniger werden. Denn Barmherzigkeit kann man vorleben und auch anerziehen. Das kommt allen zu Gute.

Wer hierzu noch weiterführende Literatur benötigt, dem empfehle ich folgenden Link

Ich habe fertig.

Andreas

Inhaber DER christlichen Buchhandlung im Großraum Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt. Fallersleben, Bahnhofstr. 10. Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr Sa 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Tel. 05362 126280

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