Ein bisschen wie 2011

So fühlte es sich die letzten beiden Tage im SCM Shop Fallersleben an.

Im Mittelpunkt des täglichen Geschehens standen – zumindest was mich anbelangt – ausnahmsweise einmal nicht Bücher und CDs – sondern Umbauen, Einrichten, Migrieren, Anpassen. Das Ganze gewürzt mit „Ups!“, mit „Oh!“, mit „Grrrrr!!“, mit „NEEEEIIINNNN!!!!“ und mit „Arrrgh&$%§$“(§($“.

Pionierstimmung, freudige Erwartung des Neuen, Ärger über das „nicht-so-wie-ich-wollende“ Neue, Frust wegen des hohen Zeitaufwandes mit gefühltem „Nichterfolg“ und irgendwann Müdigkeit gaben sich abwechselnd die Klinke bei mir in die Hand.

Warum das Ganze?

Nun, der SCM Shop Fallersleben wächst. Und mit ihm auch diverse Anforderungen an die „Werkzeuge“, die von uns eingesetzt werden. Mailaufkommen, Benutzeranzahl, Übertragung von Aufgaben an Angestellte, Datensicherheit, Datensicherung. Das waren die Hauptthemen, die mich dazu bewogen, mein an sich laufendes EDV-System zu reorganisieren und zu erweitern.

Jeder kennt wohl den Ausspruch: „Never change a running system!“ (Ändere niemals ein laufendendes System). – Dieser Spruch leuchtete gestern sicher mind. 12 mal in halbmeterhohen, blinkenden roten Leuchtbuchstaben auf der Wand über meinem Schreibtisch auf, während eine Werkssirene in meinem Kopf heulte und mich aufforderte, in die, in diesem Blog schon so häufig beanspruchte und zitierte, Tischkante zu beißen.

Und der ansonsten so fitte EDV Dienstleister kam heftig ins Schwitzen, als man merkte, dass doch mehr in diesem kleinen Projekt steckte, als man Anfangs vermutet hatte.

Mir selbst ging es ja auch nicht besser. Mir wurde auch immer wieder mal etwas wärmer zwischendurch. Zwar wußte ich um die stellenweise Komplexität, die dieses Vorhaben mit sich bringen würde, aber auch ich konnte längst nicht alle unangenehmen Begleiterscheinungen und andere Dinge, die sich erst während der Arbeit als diffiziler als erwartet herausstellten, berücksichtigen. Hätte ich das gekonnt, hätte ich mir keinen Dienstleister ins Haus zu holen brauchen.

Wie dem auch sei: gestern abend lagen, nach einem recht langen und mental anstrengenden Tag, die Nerven blank. Da half dann auch am Abend die paprikabestückte Steinofenpizza nicht mehr viel. Dennoch brauchte ich mich in der Nacht nicht schlaflos zu wälzen. Da das Einschlafen wegen der kreiselnden Gedanken eh schon sehr weit hinausgezögert worden war, war der „kleine König“ dann einfach nur noch platt.

 

Heute früh ging es dann gleich mit entsprechendem Elan weiter.

Von so einem Computersystem würde ich mich nicht unterkriegen lassen. Ich bezahle das Teil, also hat es auch gefälligst das zu machen, was ich will. Es ist schließlich auch nur bei mir angestellt. Also sollte es sich nicht so anstellen.

Also dem Dienstleister erst mal meine Erwartungen klar gemacht (so klar wie man das als Kunde eben mit ungesundem Halbwissen in den Tiefen der Server- und Exchangetücken nur machen kann) 😉 Dieser zeigte sich äußerst kooperativ und war ebenso wie ich vom Ehrgeiz gepackt worden, die „Kuh vom Eis zu holen“. – Und zwar pronto!

Werbung

Dennoch ging heute noch einmal der ganze Tag ins Land, bevor sich nun endlich ein Abschluss abzeichnete, der morgen hoffentlich vorgenommen werden kann. Ein paar Baustellen werden mir allerdings noch bleiben. So wie das bei einem EDV Wechsel oder wie schon gesagt beim „Changen eines running systems“ nun  mal ist, gibt es an vielen Stellen Reibungsverluste, die erst einmal nach und nach ausgeglichen werden müssen. Das fängt bei simplen – aber sehr lästigen – Einstellungen wie „zuletzt verwendete Dateien“, die doch immer am oberen Ende der Dateiöffnungsliste zu finden waren und über deren tatsächlichen Speicherort man sich schon lange keine Gedanken mehr hatte machen müssen, bis hin zu Voreinstellungen eines kleinen, aber wichtigen, täglich verwendeten Tools, die plötzlich im neuen Benutzerprofil nicht mehr zu finden sind und deren Speicherplatz im alten Profil sich auch dem Auge eines geschulten Spezialisten entzieht.

So als würde man nach einem Umzug immer noch den einen oder anderen Karton im Flur stehen haben und dann gerade den Gegenstand benötigen, der noch immer im untersten, zugestellten Karton schlummert.

Nun, ich denke morgen abend werden es wieder weniger Kartons im Flur sein. Vermutlich werden sie alle fort sein und es werden nur noch ein paar Dinge lose herumstehen. Damit könnte ich ganz gut leben.

So zumindest das Wunschdenken. 😉

Was ich in diesen Tagen auf jeden Fall toll fand, war die Tatsache, dass mir „meine Mädels“ so toll den Rücken im SCM Shop Fallersleben frei gehalten haben. Ich konnte mich, bis auf ganz wenige Ausnahmen, voll auf die Systemumstellung konzentrieren. Auch blieben die sonst üblichen zeitintensiven und Arbeit nach sich ziehenden Telefonate gestern und heute aus. Eine sehr kritische Situation am gestrigen Tag, die schon eine ganze Weile als drohendes Abbruchkriterium der ganzen Aktion im Raum gestanden hatte, konnte 15 Minuten nach einer kleinen Gebetsgemeinschaft „plötzlich“ geklärt werden und es ging weiter.

Ich weiß, dass solche Sätze für Menschen, die ihren Lebensweg nicht mit Jesus Christus gehen, total schräg klingen müssen. Dennoch ist es so: so lange wie wir bisher an und im SCM Shop Fallersleben arbeiteten, sobald es echte Schwierigkeiten gab, klappten vorher scheinbare K.O.-Kriterien nach einem intensiven Gebet wie am Schnürchen oder es kam „plötzlich“ eine ganz andere, i.d.R. viel bessere Lösung daher. Ist wirklich toll, so etwas erfahren zu dürfen. Wie gesagt: mir ist klar, dass dies für Viele „schräg“ klingen mag, dennoch ist es so. – Probiert es aus! Tipps könnt ihr bei mir bekommen.

Aber bevor ich mir einen weiteren kleinen Schokoriegel über die Beißleiste schiebe, werde ich den Abend beenden und mal horchen, was mein Lieblingskopfkissen mir zu sagen hat.

Bis demnächst

Andreas

Inhaber DER christlichen Buchhandlung im Großraum Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt. Und zukünftiger Intensivnutzer der Exchange-Server-Funktionen für Mails und Aufgaben. – Yesss! 😉

SCM Shop Fallersleben
Buchhandlung Andreas König
Bahnhofstr. 10
Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr Sa 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Tel. 05362 126280

Werbung

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.