Alleine weinst du wütender

Zum Buch

Wie mag sich das wohl anfühlen?

Ich zitiere mal ein paar Sätze aus dem ersten Kapitel des Buches „Alleine weinst du wütender“ von Rob Mitchell.

Die Erinnerungen an meine frühe Kindheit sind größtenteils dunkel und undeutlich. Aber ein Bild habe ich deutlich vor Augen. Die Angst hat es unauslöschlich in mein dreijähriges Gehirn gebrannt: Mutter und ich stehen vor einem großen Gebäude. Hohe Schneehaufen säumen den Gehweg. „Komm schon, Robby“, sagt sie und zerrt mich die Stufen zur Eingangstür hinauf. „Sie warten auf uns.“

Bald darauf übernachten wir in einem fremden Zimmer. Ich weiß nicht, warum. Als ich nachts aufwache höre ich unheimliche Geräusche und Schatten und beginne zu wimmern. Meine Mutter ermahnt mich still zu sein.

(…)

Wir frühstücken in einem großen Raum voller Kinder, aber sie scheinen uns nicht zu bemerken. Als wir fertig sind, bringt Mutter mich nach oben. Eine namenlose Dame in einem langen dunklen Kleid empfängt uns. „Geh dort hinüber und spiel ein bisschen“, sagt sie und deutet auf eine Ecke, wo ein Junge Bauklötze aufeinanderstapelt.

Ich bewege mich nicht.

„Tu, was sie sagt, Robby!“, befiehlt Mutter.

Ich klammere mich ans Bein meiner Mutter. Sie windet sich aus meiner Hand, packt mich am Arm und zerrt mich zur Spielecke.

Sie lässt mich so auf den Boden plumpsen, dass ich den Jungen anblicke und mit dem Rücken zu ihm sitze.(…) Nur die fremde Dame steht noch da. Meine Mutter ist weg.

„Mami musste ins Krankenhaus, Robby“, sagt die Frau. „Sie ist mit dem Zug zurück nach Chicago gefahren. Sie wird dich wieder besuchen, wenn es ihr besser geht.“

Ihr Mund bewegt sich weiter, aber ich nehme ihre Worte nicht mehr wahr. Als mir endlich klar wird, dass  meine Mutter mich verlassen hat, fange ich an zu weinen.

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So weit erst mal der kurze Einstieg, der mich gleich von Anfang an an das Buch fesselte. Wie müssen sich diese Erlebnisse in ein kleines Kinderhirn einbrennen, dass sich Rob Mitchell noch heute so genau daran erinnern kann?

Die Geschichte des kleinen Rob Mitchell entwickelt sich noch viel dramatischer, als sie begann. Der Vater hatte versucht sich umzubringen, in dem er sich in den Kopf schoss. Der Selbstmord misslang jedoch und er wurde zu einem schweren Pflegefall. Die Mutter hatte schwere psychische Störungen und steckte den Jungen einfach in ein Waisenhaus. Es wird eine schwere Zeit für ihn werden. Aggressionen stauen sich in ihm auf. Er fühlt sich einsam, minderwertig und verlassen.

Welche Chancen soll er denn im Leben noch haben? Wird er, wie so viele seiner Mitwaisen, früher oder später auf der Straße oder im Knast landen? Warum liebt ihn seine Mutter nicht? Warum hat sein Vater ihn verlassen?

Er wird zum Schläger und Tierqäuler. Rob Mitchell beschönigt nichts. Seine Verwandten wollen nichts mit ihm zu tun  haben, obwohl er so sehr hofft aus dem Waisenhaus heraus zu kommen, endlich eine Familie zu haben. Doch seine Hoffnungen werden zerstört.

Aber er geht seinen Weg – und findet zum Glauben!

Rob Mitchells Buch ist eine mitreißende Geschichte und wird viel Menschen berühren und ihnen vor allen Dingen auch Hoffnung geben. Denn auch Robs Hoffnungen haben sich letzendlich erfüllt – eine Familie und ein Zuhause.

Empfehlung: Lesenswert!

Bis demnächst

Andreas

Inhaber DER christlichen Buchhandlung im Großraum Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt.

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Buchhandlung Andreas König
Bahnhofstr. 10
Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr Sa 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Tel. 05362 126280

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