Das Tagebuch

Zum Buch

Immer wieder gibt es Bücher oder Filme, die mich in ganz besonderer Weise berühren.

Das fängt natürlich bei der Bibel an, die, obgleich schon so alt, auch heute noch derart aktuell und vor allen Dingen, vielschichtig ist, dass mir immer wieder der Mund vor Staunen offen steht. Ständig gibt es etwas Neues zu entdecken und (fast) immer passt es genau zu meiner aktuellen Lebensituation. Sie spricht zu mir und bringt mich weiter. Toll!

Und dann gibt es auch andere Bücher, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. So wie kürzlich erst Dales Blacks Absturz in den Himmel. Solche Bücher wirken einfach nach. Ganz besonders, wenn es um „echte Menschen“ geht, die eine großartige Geschichte mit Gott erlebt haben. Das baut auf. Das ermutigt weiter auf diesem Weg zu gehen.

Und dann gibt es noch Bücher, die – zumindest mich – richtig aus den Socken hauen (um es mal ganz salopp auszudrücken). So ein Buch ist Thomas Frankes „Das Tagebuch„.

Warum?

Dazu muss ich ein wenig ausholen.

Ich habe natürlich auch schon lange vor der Eröffnung des SCM Shop Fallersleben rel. viel gelesen und mich auch für Film und Kino interessiert. Ebenso faszinierten mich über viele Jahre hinweg Computerspiele, die eine Geschichte erzählten. Gab es dann auch noch entsprechende Cross-Over-Produkte, die alle möglichen Medien bedienten, dann war ich mit Begeisterung zur Stelle. Eines dieser Cross-Over-Produkte war Michaels Crichtons Buch „Timeline“. Eine fiktive Zeitreisegeschichte vor historischem Hintergrund, die mich von Anfang an sehr begeisterte. Eine kleine, feine und abenteuerliche Story, die mich in ihren (positiven) Bann zog.

2003 wurde es dann noch mit Gerard Butler und Paul Walker von Richard Donner verfilmt. Der Film war nicht unbedingt ein Kassenknüller und wich teilweise von der Handlung ab. Dennoch brachte er das Flair des Buches für meinen unmaßgeblichen Geschmack sehr gut rüber und ich sehe ihn auch heute immer wieder mal sehr gern.

Schon im Jahr 2000 erschien ein PC Spiel, das ich (natürlich) auch durchgespielt habe. Hier ein kleiner Trailer davon:

Warum nun dieses ganze Vorgeplänkel?

Thomas Frankes Roman „Das Tagebuch“ erinnerte mich einfach sehr stark an den soeben kurz beschriebenen.

Der Roman lebt von den zwei Erzählebenen in der heutigen Zeit und der Zeit der französischen Revolution. Eine spannende Geschichte im „Heute“ wird mit einer spannenden und bewegenden Geschichte „Damals“ geschickt verknüpft und fesselt über viele Stunden den Leser, der sich auf solche Gedankenspiele einlässt.

Worum geht es?

Leon Weber, Archäologe, ist in Frankreich auf der Suche nach Beweisen für den „historischen“ Arthur. Von seinen Geldgebern wird er unter Druck gesetzt, weil er, nach ihrer Ansicht, noch keine nennenswerten Ergebnisse vorweisen kann. Zu Beginn der letzten Woche, bevor man ihm den Geldhanhn abdrehen und die Grabungen einstellen will, wird in einer Ruine ein Tagebuch entdeckt. Leon beginnt darin zu lesen und erfährt so Einiges über die Geschichte einer gewissen Angelique, die dieses Tagebuch am Ende des 18. Jahrhunderts geführt hatte.

Nach einer langen Nacht und gefangen von dem Gelesenen will er den Fundort des Buches noch einmal näher unter die Lupe nehmen. Als er das Buch noch einmal an den Fundort, ein Nische in einer Mauer, legen will, fällt er in eine kurze Ohnmacht. Als er erwacht, ist das Tagebuch fort…

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Am nächsten Tag taucht es aber wieder auf. Doch es sieht jünger aus und es fehlen eine ganze Reihe von Seiten. Leon Weber liest weiter und erfährt mehr über Angelique.

Das Tagebuch verschwindet erneut und taucht wieder auf. Schließlich macht Leon Eintragungen in dieses Tagebuch – und erhält schriftliche Antworten! Er will zu Angelique. Doch ist das überhaupt möglich?

Thomas Franke verbindet die beiden Zeitebenen perfekt zu einem spannenden und stellenweise sehr philosophischen Roman, der Leon viel Gelegenheiten gibt, über seine agnostische Weltanschauung nachzudenken. Zusammen mit den sich zuspitzenden Ereignissen, sowohl in der Gegenwart der Ausgrabungstelle, wo sich Leon immer mehr von seinem Team und Auftrag entfernt, als auch in der Vergangenheit, in der sich Angelique vielen Herausforderungen und Gefahren stellen muss, entwickelt Thomas Franke einen vorzüglichen Spannungsbogen.

Im letzten Drittel des Buches zieht er das Tempo dann noch einmal richtig an und ich kam fast zu spät, um den SCM Shop zu öffnen, weil ich noch unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte ausging.

Auch jetzt beim Schreiben bin ich noch ganz begeistert!

Das Tagebuch“ ist ein Buch für Männer UND Frauen. Leon Webers Erzählebene wird sicher Männer mehr interessieren, während Angeliques Schicksal mehr die weibliche Leserschaft ansprechen wird. Aber beide Ebenen sind wichtig und hervorragend mit einander verwoben. So fibert der Leser genauso mit Leon und bangt um Angelique wie die Leserin.

Dieses Buch würde ich auch sehr gern auf der großen Leinwand sehen.

Wer weiß? Das Potential für großes Kino hat es definitiv! 🙂

Das Tagebuch“ ist einer der Romane in meinem Leben, die mich total begeisterten und die ich sicher nicht nur einmal lesen werde.

Absolute Empfehlung!

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Bis demnächst

Andreas

Inhaber DER christlichen Buchhandlung im Großraum Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt.

SCM Shop Fallersleben
Buchhandlung Andreas König
Bahnhofstr. 10
Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr Sa 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Tel. 05362 126280

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1 Kommentar zu „Das Tagebuch“

  1. Pingback: On fire – Das Leben lieben lernen mit einem, der durchs Feuer ging | SCM Shop Fallersleben

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