Lebe ich in einem Paralleluniversum?

Das klingt jetzt so, als wäre ich nicht ganz „fit“ im Kopf, ich weiß.

Aber irgendwie zwingt sich dieser Vergleich dann doch bei mir auf. Nicht etwa, weil ich zwischen Welten hin- und herspringe oder Visionen von einer „zweiten Erde“ hätte. Nein, das nicht.

Aber ich habe in den vergangenen Wochen, in denen ich hier im Blog so inaktiv war, dermaßen viele Bücher parallel gelesen. Darum der Vergleich mit dem o.g. Universum. Wenn so viele Dinge gleichzeitig ablaufen, dann verschwimmen die Geschichten im Kopf schon mal. Aber nur wenig. Das liegt nicht an meinen überragenden geistigen Fähigkeiten, (die ich ohnehin nicht habe) sondern daran, dass die Bücher, die ich las, recht unterschiedliche Themen behandelten.

Nach meiner Rezension von „Alleine weinst du wütender„, kam die Sommerpause und die Umstellung des Webshops. Doch danach ging es ab Mitte August wieder richtig rund. ich habe sozusagen eine neuen „Leserunde“ eingeläutet.

Es begann (wenn ich mich richtig erinnern kann) mit dem „Der vierte Fischer“ von Joe Kissack.

Es ist die wahre Geschichte dreier mexikanischer Fischer, die ohne Proviant NEUN Monate über die Meere trieben.

Und es ist die Geschichte von Joe Kissack, einem erfolgreichen Fernsehproduzenten. Was diese beiden Geschichten miteinander zu tun haben? Auf den ersten Blick erst einmal gar nichts.

Auf den zweiten Blick dann doch.

Die drei Fischer trieben verloren und hilflos über den Ozean und Joe Kissack trieb verloren und hilflos durch sein „sicheres“ Leben. Als er von den drei Fischern hört, setzt er sich in ein Flugzeug und weiß: „Ich muss diese drei kennen lernen!“.

Eine durchaus ungewöhnliche Geschichte. Zwar habe ich selbst beim  Lesen den Bogen zum vierten Fischer nicht nehmen können, aber allein die Erlebnisse der Fischer auf ihrer Odyssee ist es wert gelesen zu werden.

Das nächste Buch war auch sehr berührend. Aber auf eine ganz andere Art und Weise.

Ging es beim vierten Fischer um das Leid und die Nöte, die die Männer auf See ertragen mussten und die für einen auf sicherem Land lebenden Menschen wie mich, nicht nachvollziehbar sind, so geht es in River Jordans Buch „Was ich erlebte, als ich anfing, für fremde Menschen zu beten“ um etwas ganz anderes.

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Was ich erlebte, als ich anfing für andere Menschen zu beten.

Klar werdet ihr sagen, ein ganz anderes Thema. Ich bin mir da nicht so sicher….

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Wie viele Menschen, die uns tagtäglich begegnen, treiben ebenso ziel- und hilfslos durch ihr Leben? Wie viele Menschen sind in Not, ohne dass wir es ihnen ansehen?

Und hier setzte River Jordan an.

Sie beschloss irgendwann, dass sie mit Beginn des neuen Jahres für fremde Menschen, die ihr Gott über den Weg schickte, beten wollte. Und tatsächlich liefen ihr dann Menschen über den Weg, bei denen sie den festen Eindruck gewann: „Das ist mein Gebetskandidat des Tages!“. Sie ging auf die person zu, sprach sie an und fragte, ob sie für sie beten dürfe. Nicht jetzt. Später. Zu Haus. Es ging ihr nur darum, dass die Person wusste, DASS für die gebetet wurde.

Natürlich geht man nicht einfach so los und spricht Leute auf der Strasse an. Das klappte anfänglich bei River Jordan auch nicht. Aber nach und nach ging es besser. – Und was sie während dieses Jahres erlbete, welche Begegnungen sie hatte und mit welchen Gefühlen sie kämpfen musste, das beschreibt sie in diesem außerordentlichen Buch sehr anschaulich und berührend.

Was sie auf ihrer „Gebetsodyssee“ erlebt liest sich äußerst kurzweilig. Man schmunzelt und staunt, was sie alles erlebt hat. Die Kapitel sind lose aneinandergefügte Berichte über das Beten für fremde Menschen. Man kann es ähnlich wie eine Sammlung von Kurzgeschichten lesen, da man mit jedem Kapitel sofort „drin“ ist. (Das kam mir als Parallelleser natürlich sehr zu pass) 😉

Auf jeden Fall macht dieses Buch Mut, es auch einmal selbst zu versuchen. Einmal die Augen und alle Sinne offen zu halten für Menschen, die Gebet gebrauchen könnten – und dann für sie zu beten.

Fazit: Zur Nachahmung empfehlen!

Oh, nun ist es spät geworden…

Darum werde ich für heute erst einmal schließen und setze die Berichte aus der Reihe „Paralleles Lesen“ bestimmt fort.

Bis demnächst

Andreas

Inhaber DER christlichen Buchhandlung im Großraum Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt.

SCM Shop Fallersleben
Buchhandlung Andreas König
Bahnhofstr. 10
Öffnungszeiten: Mo – Fr 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr Sa 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Tel. 05362 126280

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