Die Jesus Revolution

817030000Hin und wieder ist es mal notwendig, die eigenen, oft festbetonierten, An- und Einsichten zu hinterfragen bzw. wie im vorliegenden Buch von Shane Claiborne und Tony Campolo “Die Jesus-Revolution” hinterfragen zu lassen.

Freilich, bequem ist das nicht gerade.

Die beiden Autoren haben Gespräche, die sie mit einander führten, durch “Die Jesus-Revolution” in Schriftform gebracht und lassen den Leser an diesen Dialogen teilhaben.

Sie gehören in den USA zu den sog. “red letter christians”, den “rote Buchstaben Christen”. Jene Christen, die in Bibeln lesen, in denen die wörtliche Rede Jesu in roten Buchstaben gedruckt ist und die sich an allem, was sie tun (oder auch nicht) an den Dingen orientieren, die Jesus gesagt hat. Sie stellen sich also letztlich immer die bekannte Frage: “What would Jesus do?” – Was würde Jesus tun?

Und mit dieser Einstellung gehen die beiden so ziemlich alle heißen Eisen an, die man sich in der christlichen Welt denken kann. Zumindest die heißesten von ihnen.

Werbung

Themen wie “Hölle”, “Islam”, “Kirche”, “Heilige”, “Reich und Arm” werden angesprochen. Aber auch “Umweltschutz”, “Frauen”, “Homosexualität” und “Ziviler Ungehorsam”. “Politik”, “Krieg und Gewalt” und noch einige mehr.

Themen, die in aller Munde sind und zu denen i.d.R. feste Meinungen und Positionen bezogen werden. Claiborne und Campolo nähern sich den Themen immer aus “strenger” Jesussicht. Das ist natürlich nur konsequent. – Und ich kann euch sagen: das wird nicht für jeden von uns immer leicht zu verdauen sein!

Ich will nicht sagen, dass in “Die Jesus-Revolution” alle irgendwie “ihr Fett weg bekommen”, dass würde den Kern der Sache verfehlen. Aber ich gehe davon aus, dass es vielen Lesern ähnlich ergehen wird, wie mir. Das man vielen Dingen, die dort auf den Tisch gebracht werden, einfach nur zustimmen kann, ist sicher für jeden in Ordnung. Und dennoch wird noch genug Stoff übrig bleiben, bei dem sich Unmut, ein skeptischer Blick oder auch Opposition breitmachen wird.

Die Jesus-Revolution” ist ein stellenweises sehr unbequemes Buch, weil es eigene Ansichten in Frage stellt und zum Nach- und / oder Neudenken zwingt.

Und ich finde: das schadet nicht!

Leseempfehlung für jeden, der nicht “einfach so” durch die Welt laufen möchte oder mit sich und seinem selbstgezimmerten Glauben und Ansichten zufrieden ist.

Bis demnächst

Andreas

Die Jesus-Revolution Book Cover Die Jesus-Revolution
Shane Claiborne / Tony Campolo
Sachbuch
Gerth Medien
November 2014
Kartonbroschur
256

Werbung

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.