Große Träume

331459000Große Träume” haben wir doch alle (schon mal gehabt). Oder?

Aber darum ging es gar nicht, als ich auf den Roman von Karen Kingsbury aufmerksam wurde. Es war vielmehr so, dass mich das Cover total ansprach. Erinnerte es mich doch an meine eigene Autofahrt durch Hollywood, dessen Straßen von eben diesen hohen Bäumen gesäumt waren, wie sie auf dem Coverbild von “Große Träume” zu sehen sind. Tja, lang , lang ist’s her. 1988 war das…. aber das ist eine andere Geschichte.

Ein Weiteres war der Umstand, dass ich zwar den Namen Karen Kingsbury schon des Öfteren in meinem Buchregal finden konnte, bis dato aber noch kein Buch von ihr gelesen hatte. Der Plot klang ebenfalls interessant. – Also war Lesen Pflicht.

Ich kann es gleich vorweg nehmen: Ich habe es nicht bereut!

Ich habe es sogar genossen. So sehr, dass ich auch schon den zweiten Band der “Mission Hollywood” Reihe mit dem schönen Titel “Auf der Welle des Erfolgs” gelesen habe. Auch hier ein kleiner Vorgriff: die Qualität von “Große Träume” setzt sich in “Auf der Welle des Erfolgs” 1:1 fort.

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Aber zurück zu “Große Träume“. Chase und Keith kehren mit ihren Familien aus der Mission in die Vereinigten Staaten zurück und möchten nun hochwertige und lebensverändernde, christliche Filme produzieren. Dazu müssen sie nach Hollywood gehen und ihre Familien zu Hause zurück lassen. So kommt es zu den, auch bei uns nicht seltenen, “Wochenend-Ehen”. Keiths Tochter Andi tritt derweil ihr Studium an, wo sie mit Bailey Flanigan ein Zimmer teilt. Andi möchte nach dem langen und “öden” Leben als Missionarstochter nun das Leben in vollen Zügen genießen und empfindet den Glauben immer mehr als Last. Bailey steht im Glauben, hat aber ebenso wie Andi mit den Herausforderungen des Stundentenlebens zu kämpfen.

Das klingt erst mal recht einfach gestrickt, ist es aber nicht. Die Figuren entwickeln sich weiter, haben mit Problemem und ihren “großen Träumen” zu kämpfen. Sei es Andi, die das Abenteuer und den Kick sucht oder Chase und Keith, die über ihren Film alles anderen hinten anstellen.

Ich glaube auch, dass junge Frauen oder Mädchen, die “Große Träume” lesen, sich oft ein Stück weit selber wiederfinden werden. Auch denke ich, dass sich manche nach der Lektüre doch einmal Gedanken darüber machen wird, ob es wirklich so erstrebenswert ist, sich in allem “ausprobieren” zu wollen, was man als junge Frau so machen könnte. Der Reiz ist zweifelsohne da, aber alles hat bekanntlich auch immer seine Konsequenzen…

Das gilt für junge Männer natürlich genau so.

Große Träume” war für mich, nach allen Romanen, die ich bis dahin gelesen hatte, der erste wirklich “christliche Roman”. Christlich in dem Sinne, dass die Menschen in ihm ihren Glauben auf einen sehr glaubwürdige und authentische Art und Weise leben und erleben. Nichts wirkt aufgesetzt, um dem Ganzen einen “christlichen Anstrich” zu verleihen. Die Männer und Frauen aus “Große Träume” leben ihren Glauben einfach. Sie beten, sie zweifeln, sie danken. Sie haben eine Verbindung zu ihrem Gott, zu Jesus. Und damit gehen sie durchs Leben.

Wenn es schwierig wird, geben sie ihre Sorgen ab, sie legen sie in Gottes Hand. Als das Filmprojekt ins Scheitern gerät, versammelt sich am Heimatort die gesamte Gemeinde zu einer Gebetsnacht. Alles ganz normal. Es wäre schön, wenn wir auch so mit dem Glauben umgehen würden. Da sind diese fiktiven Romanfiguren uns allen durchaus ein Vorbild.

Große Träume” ist spannend, die Figuren sind authentisch, die Story ist es auch. Das Ganze ist unterhaltend und macht Lust, das eigene Glaubens- und Gebetsleben mal unter die Lupe zu nehmen und evtl. zu ändern. Hin zu mehr Nähe zu unserem Gott.

Mehr kann ein Roman doch nicht erreichen, oder?

Fazit: “Große Träume” zeigt einmal mehr, dass ein Roman nicht nur bloße Unterhaltung darstellt.

Meine Empfehlung!

Bis demnächst

Andreas

Große Träume Book Cover Große Träume
Kingsbury, Karen
Roman
Francke
August 2014
Paperback
288

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