Aus heiterem Himmel

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Dieser Roman bekommt von mir 5 Sternchen!

„Wieso das denn? Der sieht so langweilig aus. Und hat über 600 Seiten!!“

Weil „Aus heiterem Himmel“ alles andere als langweilig ist und die 640 Seiten nicht zu viel und nicht zu wenig sind. „Aus heiterem Himmel“ ist ein echter Schmöker, der alles hat, was ein guter Roman braucht. Zugegeben: ich weiss nicht, warum der Roman so heisst, wie er heisst und warum das Cover auch rel. nichtssagend ist (der Künstler oder die Künstlerin mögen mir verzeihen!)

Trotzdem bleibt es dabei: „Aus heiterem Himmel“ bekommt von mir 5 Sternchen.

Theresa „Krügchen“ Krug ist Sekretärin mit reichlich Fremdsprachenkenntnissen. Sie neigt zu etwas breiteren Hüften und kann einer Sachertorte so gut wie nie widerstehen. Theresa ist einsam. Sie hat zwei recht unterschiedliche Freundinnen, die ständig aktiv sind, um Theresa endlich einen passenden Mann zu verpassen.

Eine dieser „Eroberungen“ kapiert allerdings nicht, das Theresa kein Interesse an ihm hat und beginnt sie zu stalken, also ihr nachzustellen und zu belästigen. Das nervt sie total!

Theresas Chef, Max Tanner, ist ein echter Kotzbrocken. Verzeiht mir die drastische Ausdrucksweise, aber das trifft es am Besten. Beim Lesen fragte ich mich immer wieder, wie es Theresa mit diesem Kerl überhaupt nur einen Vormittag lang aushalten kann.

Aber Theresa ist Christin. Und sie beisst sich eher auf die Zunge, als ein böses Wort zu verlieren. Und so nimmt sie Max Tanners Nörgeleien, das Meckern über den Kaffee und seine arrogante und herablassende Art hin. Sie lässt sich sogar von Tanners Mutter, einer echten Furie schikanieren, die man am liebsten dorthin schicken möchte, wo der Pfeffer wächst. Aber wie so oft: der Apfel fiel offenbar nicht weit vom Pferd – sorry – vom Stamm, meine ich natürlich! Das die Freundinnen, die ihr Chef immer mal wieder mit in das Büro schleppt auch noch Traumfrauen sind, neben denen sie sich wie ein Mauerblümchen vorkommt, ist dann noch das „Sahnehäubchen“ auf Allem.

Eines Tages oder besser eines Nachts – und ich meine wirklich mitten in der Nacht – klingelt Theresas Chef sie per Telefon aus dem Bett und offenbart ihr, dass er gedenkt, mit ihr am nächsten Vormittag nach Australien zu wichtigen Verhandlungen zu fliegen. Keine Widerrede, Krügchen! Packen und los.

Da steht die arme Theresa nun und „darf“ mal eben mit dem Ekelpakt verreisen. Dafür hat Max Tanner schon alle Flüge gebucht. Für sich First Class, für Theresa „Holzklasse“ – war halt nichts mehr zu kriegen. Pech. Und ist klar, dass sie während des Fluges ständig zu seiner Verfügung zu stehen hat.

Kotzbrocken! – Ich sprach schon davon…

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Doch dann kommt alles anders. Ganz, ganz anders!

Das Flugzeug stürzt über dem offenen Meer ab und Theresa findet sich plötzlich mit 26 anderen Passagieren auf einer unbewohnten Insel wieder. Max Tanner ist verschwunden und Theresa nimmt sich des kleinen David an, den sie bereits im Flugzeug kennengelernt hat. Da sie viele Sprachen spricht, kann sie zwischen den Überlebenden übersetzen. Natürlich gibt es sofort wieder „Alphatierchen“, die die Leitung der Gruppe übernehmen und in kurzer Zeit die Macht an sich reißen.

Aber auch hier ist Theresa wieder geduldig und nachsichtig. Ganz Christin eben.

Ich könnte jetzt noch wunderbar weitermachen und erzählen, was auf dieser Insel und vor allen Dingen auch mit den Menschen, die sich in dieser speziellen Situation befinden, geschieht, aber dann wäre die Spannung des Buches natürlich fort.

Aus heiterem Himmel“ überrascht mit einigen Wendungen in der Geschichte, die den Spannungsbogen immer aufrecht halten. Wie schon gesagt: die 640 Seiten langweilen zu keiner Zeit und Kirsten Winkelmann versteht es gekonnt, die Handlung voranzutreiben.

Und wer jetzt meint, dass „Aus heiterem Himmel“ dann mit einem Happyend durch die Rettung der Gestrandeten von der Insel endet, der wird sich wundern. Wenn sich der Handlungsstrang von der Insel fortbewegt, ist das Buch – zum Glück – noch längst nicht aus. Es warten noch einige Überraschung auf den Leser.

Spannung und Humor und Glaube und Liebe halten sich in „Aus heiterem Himmel“ in einer perfekten Balance, die eine ganz wunderbare Mischung ergeben.

Aus heiterem Himmel“ ist meine derzeitige Leseempfehlung für die kommenden Herbst- und Wintertage.

Bis demnächst

Andreas

 

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