On fire – Das Leben lieben lernen mit einem, der durchs Feuer ging

„Für eine Sache brennen“ – „Brennen vor Liebe“ – „Feuer im Herzen haben“

Begrifflichkeiten, die wir alle schon einmal gehört haben. Aber was ist mit „in Flammen stehen“? Ich glaube, darauf können wir alle getrost verzichten.

Und doch passiert so etwas. Zum Beispiel John O’Leary ist genau so etwas geschehen, er stand „in Flammen“ und zwar nicht nur dem Worte nach, sondern tatsächlich, wirklich – „in echt“ sozusagen.

Als ich das zum ersten Mal gehört habe, dachte ich nur: „Oh weia! Das überlebt doch keiner!“ Doch, John hat überlebt, obwohl er On Fire stand. Und im gleichnamigen Buch erzählt er uns, unter anderem, seine unglaubliche Geschichte.

Ich muss gleich wieder vorweg nehmen: On Fire hat mich unglaublich begeistert. Wer unterhalb dieser Zeilen in die Bewertungsbox schaut, wird dort eine 5 entdecken. Wenn ich mich recht erinnere habe ich diese Note bisher nur für Thomas Frankes „Das Tagebuch“ vergeben. Da ich vom Stamm „nicht geschimpft ist genug gelobt“ 😉 komme, ist das also wirklich eine „Auszeichnung“ für On Fire.

Warum bin ich so begeistert?

Weil On Fire nicht „nur“ eine Biografie ist, als solche habe ich das Buch nie wirklich empfunden, sondern es ist ein Ermutigungsbuch, wie es mir selten unter die Finger gekommen ist. Jede Seite sprüht vor Optimismus, Lebensfreude, Tatkraft und Ermutigung. John hat während seiner Leidenszeit nach dem Unfall soviel Ermutigung von Menschen bekommen, Halt in seinem Glauben gefunden, dass er diesen komplett im Buch an jeden Leser weitergibt.

Ach, ich vergaß zu erzählen, was John eigentlich passiert ist. Als Junge von knapp acht Jahren spielte er in der Garage seiner Eltern mit einem Benzinkanister und offenem Feuer. Die Sache ging schief, der Kanister explodierte – und John stand vollständig in Flammen! Brennend wie eine Fackel lief er ins Haus, wo sein Bruder mit dem Teppich löschte. John und seine Geschwister mussten dann aber das Haus verlassen, da die Flammen mittlerweile von der Garage auf das Haus übergesprungen war.

Wenn John dann davon berichtet, wie er schwarz und kohlend auf dem Rasen vor dem brennenden Elternhaus lag und seine Schwester ihn im Arm hielt, dann muss man beim Lesen schlucken. Und wenn er ferner davon berichtet, dass er seine Schwester bat ihn zu töten, kommen einem die Tränen. Aber John starb nicht. Er überlebte.

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Johns Haut ist zu 100% verbrannt. Er hätte eigentlich gar nicht überleben können. Doch es kam anders. Es folgten viele schmerzhafte Monate in der Klinik. Operationen, Schmerzen, Tränen. – Aber letztendlich folgten auch Überleben, neu lernen. Wachsen, verlieben, heiraten, Vater werden, berufliche Karriere, beruflicher Untergang und Neuanfang. Aber John ist glücklich. Als er einmal nach einem Vortrag gefragt wurde, ob er seinen Unfall noch mal erleben möchte, konnte er dies nach kurzem Nachdenken tatsächlich bejahen! Das ist schon: wow!

John O’Leary versteht es in seinem Buch, den Leser mitzunehmen. In sein Leben, in sein Fühlen und – das ganz besonders – in sein Hoffen und nach vorne schauen. Wie gesagt, On Fire ist für mich in erster Linie ein Ermutigungsbuch. Nach jedem Kapitel hat er Fragen und Gedanken an und für seine Leser aufgeschrieben, die zum Innehalten und über die eigene Situation nachzudenken auffordern.

Bereits das Lesen des Inhaltsverzeichnisses kann man als Ermutigung in seine Brieftasche legen, es liest sich wie eine Reihe von Motivationsanweisungen. Seht selbst:

  1. Im Leben geht es nicht darum, den Tod zu vermeiden. Es geht darum, wirklich leben zu wollen.
  2. Hören Sie auf, etwas vorzuspielen! Fangen Sie an, das Wunder Ihres Lebens zu erkennen!
  3. Leben Sie in aller Klarheit! Entfachen Sie Ihr Potenzial! Entdecken Sie die Kraft eines Ziels und einer Vision!
  4. Verändern Sie die Art, wie Sie eine Frage stellen! Damit sich die Antwort und Ihr Leben ändern.
  5. Bequemlichkeit mag beliebt sein; Mut aber verwandelt Leben
  6. Ein Einzelner kann die Welt verändern. Und er wird es immer tun.
  7. Furcht und Liebe sind zwei gewaltige Antriebe. Während Furcht aber erstickt, befreit die Liebe.
  8. Wachsen Sie auf! Verwechseln Sie nicht das Aufstehen mit dem Wachsein.

Was soll ich dazu mehr sagen ohne mich zu wiederholen?

Ich wiederhole mich: On Fire es ist ein Ermutigungsbuch, wie es mir selten unter die Finger gekommen ist.

Und jetzt der Imperativ: Lies On Fire !

Bis demnächst

Andreas

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