Miracle Man

Eric LeMarque ist in vielerlei Hinsicht süchtig: nach Chrystal Meth und nach Adrenalin. Alles im Leben muss ihm einen „Kick“ geben. Er ist ein Naturtalent im Snowboarden und als erster über frischen Pulverschnee zu düsen ist das Größte für ihn.

Dennoch haben ihn die Drogen langsam aber sicher immer mehr im Griff. Es gibt erste Auswirkungen auf Körper und Geist und dennoch will er immer mehr. – So wirkt Chrystal Meth nun mal. Im Grunde genommen weiß er das, aber aufhören geht halt nicht.

Im Jahr 2004 ist er wieder einmal in den Mammouth Mountains unterwegs um seiner Leidenschaft zu folgen. Das Wetter ist instabil in diesen Tagen, aber der Kopf voller Drogen sagt, dass das kein Problem wäre. Und eine Abfahrt geht schon noch. Allerdings muss es die besondere Strecke sein. Herausfordernd und „jungfräulich“. Eric kann einfach nicht widerstehen.

Und so macht er sich auf den Berg. Eigentlich zu leicht bekleidet und die Ausrüstung, die er sonst mitnimmt, bleibt dieses mal im Hotelzimmer liegen.

Es kommt, wie es kommen muss: das Wetter überrascht ihn mit einem der heftigsten Schneestürme der Gegend. Eric sieht nicht mehr die Hand vor Augen und verirrt sich hoffnungslos in den Bergen.

Und so beginnt ein acht Tage dauerndes Martyrium in Schnee und Kälte.

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Letztendlich wird er gerettet, soviel sei verraten, denn sonst gäbe es dieses Buch nicht. Aber er zahlt einen hohen Preis für seinen Leichtsinn, der durch die Droge verursacht wurde: er verliert seine Füße.

Miracel Man gibt einen Blick in das Innere eines Junkies, der es eigentlich gar nicht nötig gehabt hätte, Drogen zu nehmen. Er hatte, was er brauchte. Doch offenbar war da eine Leere, die es zu füllen galt.

Sein Überlebenskampf auf dem Berg und seine Veränderung danach wir im Buch anschaulich und gut lesbar beschrieben. 

Bis demnächst

Andreas

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