Buchhandlung König

…aber mit Gott und Kirche wollen sie nichts zu tun haben

Wie viele von euch wissen, bin ich ein intensiver Leser. Wer mich näher kennt, weiß, dass ich auch ein Filmfan bin. Zum Ausgleich. Buch ist aktiv – Film ist passiv.

In den letzten Monaten ist mir in Sachen Film und hierbei besonders im Streamingbereich etwas aufgefallen: es scheinen mir derzeit immer mehr Serien und Filme auf den Markt zu kommen, die sich direkt oder indirekt mit dem Themen „Bibel, Glaube und Gott“ auseinandersetzen. Wobei „Auseinandersetzen“ nicht der richtige Begriff ist. Es scheint mir eher ein sich bei den Themen „Bibel, Glaube und Gott“ bedienen zu sein.

Soll heißen: die Autoren dieser Serien und Filme benutzen allerlei Versatzstücke dieser Themen und basteln sich damit ein eigenes Universum zusammen. Da laufen „Engel“ umher, „Dämonen“, „Götter“. Dauernd wird etwas aus der Bibel zitiert und als mysteriös und geheimnisvoll verkauft. Da gilt es die „Apokalypse“ zu verhindern und selbst Satan persönlich versucht der Hölle zu entkommen und lieber Kriminalfälle zu lösen. Da wandeln Götter auf der Erde herum und mischen sich unters Volk. Das Ganze wird mehr oder weniger spannend serviert. Mal eher witzig, mal eher gruselig. Ganz wie es dem Publikum gefällt.

Und offensichtlich gefällt es dem Publikum. Denn sonst gäbe es nicht immer wieder eine neue Staffel jener „Erfolgsserien“.

Ich gebe zu, auch ich schaue mir solche Serien schon mal an – und bin jedesmal erstaunt. Dort werden Dinge mit einander vermischt und man kann schon sagen „verwurstet“, die mit den ursprünglichen Geschichten z. B. der Bibel nur noch die Namen gemeinsam haben.

In der realen Welt rümpfen die meisten Menschen die Nase über Christen und Menschen, die in der Bibel lesen, sie für wahr halten. Menschen, die in Kirchengemeinden sind und aktiv ihren Glauben leben. Für den „modernen“ Menschen kommt solcher „Humbug“ meist nicht in Frage. Schließlich ist man „aufgeklärt“ und „lebt nicht mehr im Mittelalter“ und mit Gott und Kirche will man gefälligst in Ruhe gelassen werden.

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Und dennoch sind biblische Themen einfach „nicht tot zu kriegen“. Ob in Bestsellern, Serien, Filmen und – Mann, das hätte ich fast vergessen – aus Computerspielen sind Höllenfürsten, Dämonen, geflügelte Wesen etc. ja gar nicht mehr wegzudenken!

Was mag es sein, dass auf die Menschen solch eine Faszination ausübt?

Vielleicht doch der „Verdacht“, die „Vermutung“, dass es mehr gibt zwischen „Himmel und Erde“, als der Mensch mit seinen Sinnen wahrnehmen kann? Oder ist es einfach nur der „wohlige“ Grusel, der einen durchfährt, wenn ein Gehörnter unter Zuhilfenahme der ausgeklügeltsten Specialeffects die Zuschauer im Dolby-Surround Verfahren in den Kinositzen schrumpfen lässt? Was auch immer es sein mag: es scheint die Menschen jedenfalls zu fesseln. Ist ja auch ganz unterhaltsam und lustig.

Wirklich?

Ja, jetzt laufe ich Gefahr zum Zeigefingerheber zu werden, zum Miesepeter und Spielverderber. Aber dieses Risiko gehe ich ein.

Freilich bin ich kein studierter Theologe oder gar Experte für Exorzismus. Aber ich glaube an Jesus, Gott und die Bibel. Und ich glaube daran, dass es tatsächlich mehr zwischen „Himmel und Erde“ gibt, als das, was wir Menschen normalerweise wahrnehmen. Und einen eventuellen Einwand in Richtung „Glauben ist nicht wissen“ lasse ich hier nicht gelten. Mein Glaube lässt sich intellektuell erklären und nachvollziehen. Wer sich einmal „wirklich“ damit auseinandersetzt, wird das bestätigen können. Aber das an dieser Stelle auszubreiten, würde definitiv den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Ich kann nicht alle offenen Fragen des Glaubens beantworten. Das wäre ausgesprochen vermessen. Aber mit dem Studium „der Schriften“ und den Erfahrungen, die man als Christ macht, wächst eben die Gewissheit, dass – mal ganz flach ausgedrückt – „etwas dran ist“ an diesem ganzen „Bibelkram“.

Und dann werden „Himmel“ und „Hölle“ plötzlich real. Ob es mit passt oder nicht. Dabei muss ich nicht die harfezupfenden, pausbackigen Engelchen bemühen oder die pferdefüßigen Dreizackträger. Nein. Es gibt „das Gute“ und es gibt „das Böse“. Und egal, ob ich mich mit dem Einen oder mit dem Anderen befasse: es wird Auswirkungen auf mein Leben haben. Beim Guten werden die meisten sicher sofort mitgehen. Wenn ich anfange, lieb und nett zu den Menschen zu sein, dann wird das über kurz oder lang auf mich zurückfallen. Und wenn ich „nicht lieb und nett“ zu den Menschen bin, werde ich auch das irgendwann einmal zu spüren bekommen, z. B. wenn ich ins Gefängnis muss.

Aber ich spreche hier von „dem Bösen“. Dem Bösen, dass in den oben genannten Medien so gern benutzt und zur Spannung oder Unterhaltung herangezogen wird. Ich habe auch kein Problem damit, wenn man sich „ernsthaft“ mit diesen Themen befasst. Denn man muss „den Feind“ schon (er)kennen können.

Was mir an diesen Medien wirklich missfällt und was ich für sehr gefährlich halte, ist „die Verniedlichung“ des Bösen!

Wenn Satan zum selbstverliebten Gockel und Exzentriker wird. Wenn Dämonen „mal eben“ heraufbeschworen werden können und dann total „cool“ sind. Wenn die biblischen Geschichten auseinander gerissen und völlig verdreht wieder zusammengesetzt werden. Dann verleiht das der Geschichte vielleicht den entsprechenden Kick oder ruft Lacher hervor. Aber es verkauft die Menschen vor den Bildschirmen letztendlich für dumm. Ihnen werden Dinge vorgesetzt, die schlicht nicht stimmen. Und dabei ist es völlig egal, ob es sich dabei „nur um Unterhaltung“ handelt. Wenn sich in den Köpfen der Menschen festsetzt, dass schwarze Messen einfach dazu gehören. Das Dämonen die obercoolen Säue sind. Wenn Gott dann plötzlich eine Frau hat und Eva schon im Garten Eden in Satan verliebt war. Und überhaupt: der Gehörnte ist ja eh gar nicht so schlimm. Ist doch witzig der Typ.

Das sind nur ein paar wenige Beispiele. Aber wisst ihr, was da passiert? Dort wird ein Umgang mit „dem Bösen“ gepflegt. Ein ständiger Umgang. Ein verniedlichender Umgang. Ein Umgang, der eine Art „Stockholmsyndrom“ erzeugt. Da kommt irgendwann „Sympathy for the Devil“ auf. Wäre Satan ein Wirtschaftskonzern, würde man sagen: seine Publicity Abteilung leistet vorzügliche Arbeit! Da wird aus Belzebub und seinem Gefolge eine hippe Truppe, die voll cool drauf sind und gar nichts Schlimmes im Schilde führen können. Schau sie dir doch an. Total nett!

Tja. Und die Zuschauer vor den Bildschirmen? Sie werden zugeschüttet mit falschen Informationen. Obwohl sie sonst ja gern gegen „Fake News“ wettern. Aber hier spielt das keine Rolle. Sie merken gar nicht, wie sich die veränderten Sichtweisen in ihr Hirn schleichen. Langsam und leise. Stück für Stück. Und irgendwann, sind die Dinge, dann „ganz real“, „normal“ und „wahr“…

Ich will immer wachsam bleiben, will „das Böse“ erkennen und es bekämpfen. Ob nun in Medien oder sonstwo. Denn die gleichen schleichenden Vergiftungen geschehen ja nicht nur in Filmen und Büchern. Es gibt noch mehr „Verkäufer“ unterschiedlicher Couleur, die versuchen von unserem Denken Besitz zu ergreifen. Es so lange bombardieren, bis wir glauben und für selbstverständlich halten, was wir gehört und gesehen haben – und es für „normal“ halten.

Wer einmal intensiver darüber nachdenkt, wird merken, dass dieses Thema weit über das Fernsehen und Streamingdienste hinausgeht. Das Feld ist noch sehr weit, dass hier beschrieben werden könnte…

Vielleicht ein anderes Mal.

Andreas

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2 Kommentare zu „…aber mit Gott und Kirche wollen sie nichts zu tun haben“

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