Homosexualität und christlicher Glaube: ein Beziehungsdrama

Mancher wird bei dem Titel vermutlich die Augenbraue nach oben ziehen. Es ist ein „heißes Eisen“, dass Martin Grabe hier in seinem im August erscheinenden Büchlein hier anfasst.

Das Thema Homosexualität ist seit vielen Jahren eines der hervortretendsten im Spannungsfeld zwischen streng bibeltreuen Christen, „der Welt“ und den eher liberalen Christen.

Die Welt sagt: „Was gefällt, ist in Ordnung. Heiraten? Kein Problem.“
Bibeltreue Christen sagen: „Homosexualität ist Sünde. Heiraten? Geht gar nicht.“
Liberale Christen sagen: „Wenn man sich liebt, ist Vieles möglich. Heiraten? Durchaus machbar.“

Ich weiß, dies sind drei sehr oberflächliche Darstellungen von Ansichten und dabei habe ich extreme Meinungen (je nach dem, aus welchem Blickwinkel man schaut) herausgelassen.

Fest steht jedoch, dass das Thema Homosexualität immer wieder gekonnt für Streit und Zwist zwischen den Meinungsrichtungen sorgt. Von daher denke ich, ist es egal, ob man nun etwas pro oder contra sagt, ob man sachlich argumentiert oder emotional an die Sache herangeht – Gesprächs- und Zündstoff ist gegeben.

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Martin Grabe war sich dessen beim Schreiben seines Buches sicher bewusst. Aber ich wurde das Gefühl nicht los, dass er einfach mal etwas zu dem Thema sagen und loswerden musste. Es ist ihm auf jeden Fall gelungen, zum Nach- und Selberdenken anzuregen.

Er bringt Gesichtspunkte aus den Bereichen der Historie, der Psychotherapie und der Theologie auf den Tisch. Einiges davon hatte ich bisher so auch nicht gesehen. Alles ist, nach meinem Dafürhalten, gut recherchiert, sachlich und nachvollziehbar. Es lohnt sich darüber nachzudenken und so erhält der Leser weiteres Gedankenfutter zu einem gewichtigen Thema.

Martin Grabe zieht für sich natürlich entsprechende Schlüsse. Denen mag man sich als Leser anschließen oder nicht. Auf jeden Fall sollte jeder, den dieses Thema interessiert und der nicht mit einer unumstößlichen, festgefahrenen Meinung zur Homosexualität steht, dieses Buch lesen. Mit 96 Seiten ist es wirklich nicht dick und keine Zeit zu haben ist somit keine Ausrede. Nach der Lektüre erhält man zwar keine salomonische Lösung des „Problems“, aber es erweitert die Sichtweise und den Horizont.

Und das ist gut so.

Andreas

Homosexualität und christlicher Glaube: ein Beziehungsdrama Book Cover
Homosexualität und christlicher Glaube: ein Beziehungsdrama Sachbuch Francke-Buchhandlung Hardcover 96

Beim Thema Homosexualität hat unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten einen echten Paradigmenwandel durchgemacht. Es gibt in der Geschichte unserer jetzigen Republik nur wenige Beispiele, bei denen eine so starke Veränderung im Denken und in der juristischen Beurteilung eingetreten ist. Innerhalb der christlichen Gemeinden gibt es ebenfalls große Verschiebungen in der Wahrnehmung und zunehmende Konflikte, die oft mit massiven Aversionen, aber auch mit Schuld- und Versündigungsängsten verbunden sind. Wie lässt sich das erklären? Sind Fehlhaltungen die Ursachen oder gibt es aus Sicht des Glaubens berechtigte Gründe dafür? Was ist aus historischer, was aus psychotherapeutischer und was aus theologischer Sicht dazu zu sagen? Der bekannte Autor Martin Grabe unternimmt in diesem kompakten Buch den Versuch, ein paar klare Gedanken dazu zu formulieren: »So ehrlich und deutlich, wie es mir nur möglich ist.«

Homosexualität und christlicher Glaube: ein Beziehungsdrama Book Cover Homosexualität und christlicher Glaube: ein Beziehungsdrama
Martin Grabe
Sachbuch
Francke-Buchhandlung
August 2020
Hardcover
96

Beim Thema Homosexualität hat unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten einen echten Paradigmenwandel durchgemacht. Es gibt in der Geschichte unserer jetzigen Republik nur wenige Beispiele, bei denen eine so starke Veränderung im Denken und in der juristischen Beurteilung eingetreten ist. Innerhalb der christlichen Gemeinden gibt es ebenfalls große Verschiebungen in der Wahrnehmung und zunehmende Konflikte, die oft mit massiven Aversionen, aber auch mit Schuld- und Versündigungsängsten verbunden sind. Wie lässt sich das erklären? Sind Fehlhaltungen die Ursachen oder gibt es aus Sicht des Glaubens berechtigte Gründe dafür? Was ist aus historischer, was aus psychotherapeutischer und was aus theologischer Sicht dazu zu sagen? Der bekannte Autor Martin Grabe unternimmt in diesem kompakten Buch den Versuch, ein paar klare Gedanken dazu zu formulieren: »So ehrlich und deutlich, wie es mir nur möglich ist.«

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