Der Gepäckträger

Zuerst konnte ich mit dem Titel gar nicht so viel anfangen. – Zuerst.

Doch schnell zog mich David Rawlings „Der Gepäckträger“ in seinen Bann. Die kurze Erzählung über Gillian, David, Michael und dem geheimnisvollen „Gepäckträger“ liest sich flott und ist eines jener Bücher, das man gern mal wieder zur Hand nimmt. Um es noch einmal zu lesen oder es einem lieben Menschen zu schenken, der mit dem Inhalt des Buches ganz sicher etwas anfangen könnte.

Am Beispiel der drei erwähnten Personen hält Rawlings nicht nur diesen, sondern gleichsam wohl fast jedem Leser einen Spiegel vor. „Was siehst du?„, ist die jedem gestellte Frage des Gepäckträgers. Bitte nicht verwechseln mit „Wen siehst du?

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Das Pergament

Im Gepäckträger geht es um Identität. Es geht um Wahrnehmung. Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Es geht um Dinge, die im Leben wirklich zählen. Es geht um Vergebung. Es geht ums Freiwerden.

Ich weiß, dass hörst sich vielleicht etwas geheimnisvoll an. Aber darum geht es tatsächlich im Buch. Auf unkomplizierte und sympathische Weise öffnet uns Rawlings die Augen. Genau wie seinen Protagonisten. Und im besten Fall ist man hinterher auf dem Weg zu einem „neuen“ Selbst. Ich könne mir dieses Buch auch sehr schön als inspirierenden kleinen Film vorstellen, den man nicht unberührt zu Ende schaut.

Und mal ehrlich: wenn ein Buch es schafft direkt in mein Leben zu sprechen? – Besser geht es doch nicht!

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