Keine Panik, ehrliche Spiegel altern immer mit!

Gleich beim Titel dieses Buches ahnt man es schon: hier war ein Autor am Werk, der weiß, wie man augenzwinkernd durchs Leben gehen kann. Und tatsächlich: die Rede ist von Arno Backhaus. Dem bekannten Missio-Narr, E-fun-gelisten, Sprecher und Musiker, der in christlichen Kreisen seit vielen Jahren erfolgreich unterwegs ist.

Nun hat man ihn dankenswerter Weise dazu gebracht, seine Biografie zwischen zwei Buchdeckel zu quetschen. Sicher, vollständig kann sie nicht sein, denn ich bin sicher, dass er noch viel mehr zu erzählen hätte, als er es auf den 256 vorliegenden Seiten tut.

Arnos Buch bot mir, als „Späteinsteiger“ in die christliche Szene, einen netten Überblick, über das, was vor meiner „aktiven“ Christenzeit so los war. Sicher habe ich in den letzten Jahren zumindest dem Hörensagen nach vom Duo „Arno und Andreas“ läuten hören, das in den späten 80er und den frühen 90er Jahren durch die Lande tourte. Aber das war es dann.

Arno selbst und seine Frau Hanna durfte ich vor einigen Jahren auch schon persönlich kennen lernen, als wir auf einem Oldtimertreffen hier auf dem Lande einen Nachmittag miteinander verbrachten. Diese persönliche Begegnung machte die Lektüre für mich natürlich noch einmal ein Stück weit spannender. Es ist doch ein Unterschied, ob man die Erzähler schon einmal getroffen hat oder eben nur „aus Funk- und Fernsehen“ kennt.

Arno Backhaus‘ Biografie ist locker aufgemacht, immer wieder mit kleinen Anekdoten oder witzigen Sprüchen „verziert“ und nie langweilig.

Er beschreibt, soweit ich das beurteilen kann, offen, ehrlich und authentisch seine Kindheit, die durch eine lieblose Mutter und einen „weichen“ Vater gekennzeichnet war. Seine Schwierigkeiten, ob in der Schule oder außerhalb, beschreibt er ebenso offen wie die zahlreichen „Eigentumsdelikte“ seiner Jugendzeit. Er muss es schwer gehabt haben, das kommt gut rüber. Hätte man „damals“ schon etwas über AD(H)S gewusst, wäre vielleicht Einiges anders gelaufen.

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Aber Arno hat die Kurve gekriegt, wurde Christ und fand seinen eigenen Weg den Menschen von Jesus und seinem Glauben zu erzählen. Neben seiner Karriere als christlicher „Rockstar“ wurde er in späteren Jahren durch seine originellen, provokanten aber immer sehr einfallsreichen Auftritte in so mancher, deutschen Fußgängerzone bekannt.

Ich habe das Buch gern und mit großem Interesse gelesen und, als kleinen Nebeneffekt, meine CDs von Larry Norman mal wieder rausgesucht.

Was das mit Arno Backhaus zu tun hat? – Nun, „Arno und Andreas“ hatten seinerzeit Larry Normans „The Outlaw“ eingedeutscht und mit „Der Gammler“ einen Hit gelandet. Na, klingelt es jetzt beim einen oder anderen?

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Andreas König

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