Ein blindes Pferd? – Da hilft doch nur noch erschießen. – Oder?

Ab wann ist ein Leben etwas wert? Im Lauf der Geschichte gab es darüber schon diverse Ansichten. Und entsprechende Handlungen. – Leider.

Und so stellt sich dann auch die Frage: Was kann man mit einem blinden Pferd denn schon noch anfangen?

Als Christ habe ich zum Thema „Leben“ eine andere Einstellung, als vielleicht so manch andere Zeitgenossen. Deshalb weiß ich: jedes Leben ist wertvoll. Selbst das einer lästigen Stechmücke. Genauso wie die Möwe, die dir das Eis im Flug klaut, ein ungeborenes Baby, ein alter, gebrechlicher Mensch oder eben ein blindes Pferd.

„Joey“ erzählt die wahre Geschichte eben dieses blinden Pferdes Joey. Die Betreiberin der Pferderanch „Hope Reins“, auf der therapeutisch mit Pferden gearbeitet wird, stößt auf den völlig verwahrlosten und dem Tode nahen Joey. Knietief in seinem eigenen Kot stehend, die Haut voller Geschwüre, unterernährt und blind. Sie kann nicht anders: Kim nimmt ihn mit.

Und dann beschreibt dieses durchaus packend geschriebene Buch einen Weg der Freundschaft, der Heilung und des blinden Glaubens.

Werbung

Ich lese viel, wie ihr wisst und bin nicht unbedingt ein Tiernarr. Ja, ich mag Tiere, aber lasse sie lieber dort, wo sie zu Hause sind, mische mich nicht ein. Aber dieses Buch nahm mich mit in eine für mich „andere Welt“. Eine Welt, in der Tiere von Menschen nicht nur gepflegt und gefüttert, sondern wirklich geliebt werden. Die Pferde auf „Hope Reins“.

Wie gesagt: ein wahre Geschichte, die hier gut lesbar aufgeschrieben wurde. Ich erlebte, wie ein verängstigtes, misstrauisches Tier wieder Vertrauen fand. ich durfte miterleben, wie Menschen durch die Begegnung mit Joey berührt wurden und eine persönliche Veränderung hin zum Guten durchmachen durften.

Ein Buch, das auch vom Glauben erzählt, von Liebe und das, in einer Welt voller Bedrohungen und Angstmöglichkeiten, einen kleinen Hoffnungsschimmer in den Alltag bringt. Es gibt eben mehr, als „nur das Leben von Tag zu Tag.“

Für alle, die mal ein „anderes“ Buch lesen möchten.

Andreas König

Werbung

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.